Interviewtechniken bei der Filmproduktion von Imagefilmen

Teil 1 – Die redaktionelle Vorbereitung

Ein gutes Interview: Die Königsdiziplin bei der Produktion von Imagefilmen.

Denn wir wollen die Person, mit der wir sprechen, perfekt in Szene setzen und möglichst viel erfahren. Am liebsten echt und ungekünstelt.

Wir zeigen euch ein paar Basis-Tricks, damit euer nächstes Interview vor der Kamera ein voller Erfolg wird.

Gute Vorbereitung ist alles.

Das gilt aber nicht nur für euch als Fragensteller. Auch der Interviewpartner will gut vorbereitet und eingestellt sein. In unserem Praxistipp stellen wir euch Interviewtechniken bei der Filmproduktion von Imagefilmen vor.

Auf diese Punkte solltet IHR vorbereitet sein:

 

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  • Wo bin ich? Mit wem spreche ich?

  • Sicher im Thema aber dennoch neugierig sein.

  • Eigene Basis-Fragen ausdenken und ev. vornotieren. (Also eine Art Frage-Leitfaden entwickeln)

Diese Punkte solltet ihr mit dem GESPRÄCHSPARTNER vorab klären:

 

Interviewtechniken bei der Filmproduktion von Imagefilmen
  • Kurz den technischen und inhaltlichen Ablauf erläutern

  • Bei der Beantwortung um ganze Sätze bitten.

  • Darum bitten, dass die Frage in die Antwort mit aufgenommen wird.

Die eigene Vorbereitung erscheint klar. Viele versäumen aber, den Interviewpartner vorzubereiten. Deshalb gehen wir in diesem Blog noch einmal detaillierter auf die Vorbereitung des Gesprächspartners ein.

Briefing des Gesprächspartners.

Nicht jeder Interviewpartner ist erfahren darin, vor der Kamera Rede und Antwort zu stehen. Auch er kann nervös sein. (Typisches Beispiel bei eine Industriefilm: Ihr sprecht nicht mit dem Marketingleiter, sondern eben mit dem Chefentwickler, die sind das oft nicht gewohnt)

  1. Kurz den technischen und inhaltlichen Ablauf erläutern

Welchem technischen Aufwand sieht sich der Interviewte gegenüber? (Eine Kamera, zwei, etc.)

Wo soll er hinschauen? (Blickrichtung in Kamera oder, wie meist üblich, zum Interviewer)

Ist es eventuell sogar ein Liveinterview (Livestream etc.) oder wird aufgezeichnet?

Müssen die Sätze komplett sein (ohne Versprecher etc.) oder kann eventuell geschnitten werden? (Da mit mehreren Kameras aufgezeichnet oder weil in der Postproduktion mit Schnittbilder gearbeitet wird)

Können Fragen/Antworten wiederholt werden?

Wie soll er stehen? Was von seinem Gesicht und Körper wird man sehen?

  1. Bei der Beantwortung um ganze Sätze bitten.

Natürlich wünschen wir uns, dass unser Gesprächspartner mit vollständigen und inhaltlich sinnvollen Sätzen antwortet, die wir in der Postproduktion perfekt einsetzen können. Dazu müssen wir unseren Gesprächspartner aber in den meisten Fällen erst sanft hinführen.

  1. Darum bitten, dass die Frage in die Antwort mit aufgenommen wird.

Je nach Interviewform werdet ihr als Interviewer mit euren Fragen nicht mehr im fertigen Film zu hören sein. Daher benötigt ihr dringend die Information, worauf sich die Antwort bezieht.

Spielt das mit eurem Gesprächspartner kurz an einem Beispiel durch: „Wenn ich fragen würde, was hatten Sie heute Morgen zum Frühstück, dann wäre ihre Antwort idealerweise: Zum Frühstück hatte ich heute….“

Mit eurer Frage bestimmt ihr die Antwort!

  • Offene Fragen stellen! Die berühmten W- Fragen. Eines der Grundprinzipien beim Interview. Denn auf Wie! Wer! Was! lässt sich selten einsilbig antworten.
  • Mit euren Fragen Sicherheit geben. Vorab schon versichern, dass ihr alle wichtigen Aspekte abfragen werdet. Daher gibt es für allzu ausschweifende Endlosantworten keinen Grund.

 

Nehmt eurem Gegenüber die Angst vor der Kamera und euren Fragen.

Interviewtechniken bei der Filmproduktion von Imagefilmen

Sorgt für eine „intime“ und persönliche Gesprächs- Atmosphäre.

Mit einer guten Vorbereitung sollte der Start ins Interview schon einmal geglückt sein. NICHT VERGESSEN: der Interviewpartner steht in den meisten Fällen jetzt gehörig unter Druck, den könnt nur IHR ihm nehmen. Daher: sorgt für gute Stimmung, ein Lächeln…und Ruhe.

Gerade die ersten Antworten sind oft holprig, der Gesprächspartner braucht Zeit um in Form zu kommen. Quält ihn daher nicht mit der Wiederholung von schwierigen Fragen bei denen die Antworten noch nicht sitzen. Zur Not einfach notieren und am Ende des Interviews nochmal fragen.

 

ZUHÖREN!

Klingt selbstverständlich, wird aber gerne vernachlässigt. Hangelt euch nicht von Frage zu Frage auf eurem Zettel, hört AKTIV zu und generiert eure Fragen dementsprechend.

Unterbrecht den Gesprächspartner nicht auch wenn die Antworten zu lange werden. Lieber dann nochmal darum bitten, sich kürzer zu fassen und die einzelnen Punkte erneut abfragen.

Ein wichtiger Punkt zum Schluss:

In der redaktionellen Vorbesprechung einer Imagefilmproduktion werden wir oft gebeten, unsere Interviewfragen bereits vorab zu formulieren und dem Gesprächspartner zum Zweck der Vorbereitung zuzuschicken. Aus Sicht des Kunden absolut nachvollziehbar.

Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass das oft zu sehr auswendig gelernten und daher emotionslosen Antworten führt. Wir empfehlen daher, die Fragenrichtung grob mit dem Kunden abzuklären, sich aber einen großen Spielraum zu freier Fragestellung zu lassen.

FAZIT:

Ein gutes Interview hat viel damit zu tun, wie man sich und den Gesprächspartner auf das zu führende Gespräch, und das ist ein Interview letztlich, einstellt.

In einem unserer nächsten Blogs geht es dann zu diesem Thema weiter. Dann kümmern wir uns um die technischen Aspekte eines guten Interviews. Wenn ihr das nicht verpassen wollt, einfach bei unserem Newsletter anmelden.

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